Phantastische Welten e.v.

Geschichte Iskaliens

Iskalien blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Während das Reich in grauer Vorzeit einmal ein basisdemokratischer Stadtstaat war, so wuchs es durch ständige Expansion schnell zu einem mächtigen Königreich an, das wohl dereinst den ganzen Norden der bekannten Welt beherrschte und Kolonien bis in den tiefen Süden besaß. Aufgrund der Schwäche seiner Herrscher zerfiel das Reich langsam und konzentrierte seine Macht immer mehr auf die Hauptstadt Chronos und das Kernland im Norden. Der sich im Untergrund allmählich regende Widerstand gegen die Herrscherhäuser erreichte seinen Höhepunkt, als die “dekadenten Könige” mit ihren Orgien, Gelagen und der grausamen Willkür das Reich zugrunde richteten. Schließlich sollte das Eigentum des Adels unter Dionysos IV. verstaatlicht werden und die eigene mittellose Bevölkerung als Sklaven dem Königshause dienen. Zu dieser Zeit gab es den Aufstand der Gemeinen, der von Prometheus Mordagar angeführt wurde und seinen Ursprung in Weskalien hatte. Gleichzeitig verschwörte sich ein Teil des Landadels mit einigen Patrizierfamilien aus Chronos und tötete den König und seine Familie in der Woche des Hesparus. Damit wurde der Grundstein für fast zwanzig Jahre Bürgerkrieg gelegt, in dessen Verlauf der Schwertadel seinen kometenhaften Aufstieg erlebte. Die Schwertadeligen waren zunächst Krieger aus dem gemeinen Volk, welche als Auszeichnung für besondere militärische Dienste von dem sie besoldenden Herrscherhäusern einen Titel und manchmal sogar ein Lehen zugesprochen bekamen. Im Bürgerkrieg scheuten die hohen Häuser kein schmutziges Mittel, vom Giftattentat bis zum Meuchelmord. In diesen Tagen entstand neben der Kriegskunst die Kunst der Intriganz und der iskalische Geheimdienst hat hier seinen Ursprung. Während der Bürgerkriege gelang es vereinzelten Häusern eine vorübergehende Machtposition einzunehmen, aber diese verloren sie ebenso schnell, wie sie sie gewonnen hatten. Das Wirrwarr nahm erst ein Ende, als die zwei letzten königstreuen Häuser die Waffen streckten und die Städte Meskalam und Patmos ein Bündnis mit der revolutionären Adelsfraktion eingingen. Als dann schließlich das Heer der Gemeinen bei Malcor geschlagen wurde und Prometheus Mordagar sich der Gnade der Eroberer ergeben mußte, war der Weg nach Chronos frei und die Sieger entschieden sich dafür eine Republik auszurufen. Die junge Republik hatte sich bald darauf ihrer ersten Bewährungsprobe zu stellen: Im Jahre des Blutmondes vereinte der Barbar Goratix der Wilde die östlichen Reitervölker und zog plündernd und brandschatzend durch die Nordlande. Damals gelang es dem Senat die marodierenden Stämme bei der Schlacht von Meskalam an den Ufern des Pindos vernichtend zu schlagen.